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Erlensee wächst zur „Essbaren Stadt“ heran

[Erlensee, 16.07.21]

 

„Pflücken erlaubt“ heißt es künftig an immer mehr öffentlich zugänglichen Stellen in unserer Stadt. Ob Himbeeren im Limespark oder Kräuter vor der Kita – hier heißt es mitnehmen und entweder gleich an Ort und Stelle verzehren oder in der Küche verarbeiten.
In der Natur-Kita ist bereits ein anschaulicher kleiner Garten entstanden, in dem Kartoffeln, Erdbeeren und Gurken heranwachsen. Und auch am Limespark wurden im Rahmen der Kampagne „Essbare Stadt“ junge Himbeersträucher eingepflanzt.
Essbare Städte sollen vor allem für die Bürger da sein, Gemeinschaft fördern und zur Selbstversorgung verhelfen. Wer mag, kann sich hier zum gemeinsamen Gärtnern treffen – und lernt ganz nebenbei noch viel über Beetpflege, Aussaat und Gemüseanbau. Die typische Trennung zwischen Produzenten und Konsumenten hebt sich dadurch auf: Die Bürger werden selbst zu sogenannten „Prosumenten“, also Produzent und Verbraucher in einem. Das Grün wertet außerdem das Stadtbild auf und wirkt ausgleichend auf das Klima.
Essbare Städte können ganz unterschiedlich gestaltet sein. Viele Projekte arbeiten außerdem nach Permakultur-Prinzipien. Die Ziele, die Städte mit Essbare-Stadt-Projekten verfolgen, ähneln sich aber: Den Stadtraum zum Anbau von Lebensmitteln nutzbar machen und eine lokale Versorgung vor Ort aufbauen. So sollen Städte widerstandsfähiger gegen den Klimawandel werden.
Pflücken erlaubt: Am Limespark wachsen an diesen jungen Sträuchern Himbeeren – wer im Sommer eine reife findet, darf sie essen. Die Kinder in der Naturkita haben schon alle Erdbeeren aus ihrem kleinen Garten vernascht. Gurken und Kartoffeln aus eigener Anzucht können sie dann später noch ernten. Fotos: Petra Behr