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Bürgermeister besucht Projekt „Jugend in die Ausbildung“

[Erlensee, 11.07.19]

Feste Anlaufstelle des TKJE für Jugendliche und junge Erwachsene in Erlensee

Das Team Kinder- und Jugendarbeit in Erlensee bietet bereits seit 2011 das Projekt „Jugend in die Ausbildung“ an. Während der regulären Öffnungszeiten des Jugend-Treffpunktes wird bis zu zweimal pro Woche Unterstützung und Hilfestellung bei Bewerbungsschreiben und Beratung zur beruflichen Perspektive angeboten.

 

Das Angebot richtet sich an alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind und bietet effizientes Bewerbungstraining. Das Erstellen von Bewerbungsunterlagen, analog und digital, das Anfertigen von Bewerbungsbildern, die Suche nach einer geeigneten Ausbildungsstelle oder auch das intensive Vorbereiten auf ein Bewerbungsgespräch durch Rollenspiel sind Angebotsschwerpunkte, die kontinuierlich gut genutzt werden.  In der ersten Jahreshälfte 2019 konnten hier etwa um die 90 Jugendlichen und junge Erwachsenen Termine und Unterstützung finden.

 

„Eine besondere Herausforderung stellen wir bei der Unterstützung junger Menschen mit Fluchthintergründen fest. Seien es sprachliche Barrieren, die wir überwinden müssen oder auch das Finden einer geeigneten beruflichen Perspektive. Für sie ist aber zum Beispiel das kombinierte Angebot von offener Jugendtreff und Bewerbungsschreiben ideal, da sie zum einen individuelle Unterstützung erhalten und zum anderen  im Jugendtreff integriert werden können“, so Sandra van der Linden, Sozialarbeiterin und Mitarbeiterin des Projektes. „Die Lebensläufe von Geflüchteten bieten auch noch andere Herausforderungen. Beispielweise müssen wir oft erstmal dabei helfen, eine Anerkennung des Schulabschlusses hier in Deutschland zu bekommen, bevor die eigentliche Ausbildungssuche überhaupt richtig losgehen kann“, ergänzt Mike Herrmann, Hauptamtlicher Mitarbeiter des TKJE.

 

Doch nicht nur die pragmatische Hilfestellung bei den Unterlagen sind Arbeitsinhalte. Das Team des Projekts stellt auch fest, dass die psychosozialen Voraussetzungen für den Beginn einer Ausbildung  nicht immer gegeben sind, und manchmal der Unterstützungsbedarf über den regulären Projektauftrag hinausgeht. „In der offenen Jugendarbeit hat man immer die Funktion einer Ansprechperson und das ist auch gut so. Über die Beziehungsarbeit fassen die Jugendlichen Vertrauen und es werden persönliche Probleme angesprochen. So ist es manchmal auch wichtiger, erst einmal intensivere Gespräche zu führen und bei Bedarf auch in einen therapeutischen Rahmen zu vermitteln, bevor eine Ausbildung überhaupt begonnen werden kann“, so Christian Fonzetti.  „Soziale Ängste, Depressionen oder auch Probleme im Elternhaus, sind nur einige Beispiele.“

 

Unverändert bleibt, dass eine frühzeitige Bewerbung, mit vollständigen Bewerbungsunterlagen, die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz bietet. Um frühzeitig mit den Bewerbungen für eine Ausbildung zu beginnen, kooperiert das TKJE regelmäßig mit der Georg-Büchner-Gesamtschule in Erlensee. Hier werden die Schulklassen eingeladen, die Räumlichkeiten und das Team kennenzulernen, um den Zugang zur Bewerbungshilfe zu erleichtern. Während diesen Terminen werden in Kooperationsspielen Sozialkompetenzen und positive Gruppenerfahrungen gestärkt und gefördert. Bürgermeister Erb zeigte sich hochzufrieden mit den Ergebnissen des Projektes: „Die sehr individuelle Begleitung zu einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz ist das Erfolgsgeheimnis dieses Projektes. Aber auch die gute Vernetzung des TKJE im Ort mit Schule und heimischen Arbeitgebern erleichtert den Jugendlichen den Zugang zum Arbeitsmarkt in erheblichen Maße.“

 

Terminvereinbarungen können telefonisch oder per Mail über die Kontaktdaten des Team Kinder- und Jugendarbeit in Erlensee vereinbart werden.  Tel.: 06183-73074 www./tkje.de/offensive

Im Gespräch mit Jugendlichen – Bürgermeister Stefan Erb besuchte das Projekt „Jugend in die Ausbildung“ im Jugendzentrum des TKJE.  Hier werden junge Menschen bei Bewerbungsschreiben unterstützt und rund um ihre berufliche Perspektive beraten. Foto: TKJE