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007 is back! Wasserbüffelbulle, vier Mutterkühe mit Kälbern und 2 Kühe sind eingezogen

[Erlensee, 21.04.17]

Die Weideswiesen boten ein hervorragendes Willkommenspaket

Eigentlich kannten die treuen Büffelfans schon das Procedere. Aber diesmal war alles dann doch ein wenig besser.

Die Ordnungskräfte hatten das Gebiet wieder hervorragend mit Schildern und Absperrband gesichert, um jede Unfallgefahr auszuschließen. Die „Fans“ begannen bei herrlichem Sonnenschein und wirklich angenehmen Temperaturen schon gegen 16:15  Uhr die vorgesehene Zuschauerfläche zu besiedeln. Am Ende waren es wieder etwa 200 Fans, die das Freilassen der Tiere vom engen Transportanhänger in die Weiten der Weideswiesen sehen wollten.

Als sich dann das Tor öffnete, sahen die Zuschauer eine entspannte Truppe vom Hänger schlendern, die direkt den Bogen liefen, um auf das Weidefeld zu kommen.

So erkannten auch die an vorderster Front stehenden Gäste: Hier droht keine Gefahr. War doch kurz vor Freilassung die durchaus berechtigte Überlegung zu hören „Was ist denn, wenn die geradeaus aus dem Hänger stürmen? Reicht da der gespannte Draht der jungen Dame, Lisa Sfrommhold, die mit Veit Leinberger die Büffel von Gelnhaar im Vogelsberg hier in die Erlenseer Weideswiesen gebracht hatte? Die Antwort erkannte man in Sekundenschnelle.

Kein Problem, man konnte den Auszug der von Veit Leinberger ausgesuchten Tiere in das so geliebte Weidegebiet aus nächster Nähe verfolgen.

Sogleich war festzustellen, wie die Freude besonders die Kälber übermannte und sie schon nach wenigen Augenblicken zu Freudensprüngen und Spurts über die Weidefläche ansetzten. Dass ein besonders übermütiges Kalb dabei schon ein wenig unfreiwillig in einen schlecht sichtbaren Wassergraben „krachte“ sorgte zusätzlich für „Action“. Nichts passiert!

Auch dass Veit Leinberger diesmal das östliche Weidegebiet als erste Station für die Wasserbüffel ausgesucht hatte, hatte für die Besucher mehrere Vorteile:

So verschwanden die Tiere nicht beim Erkunden des Gebietes gleich im Dickicht sondern spazierten in aller Ruhe über eine riesige Freifläche, die für alle Besucher leicht und gut einsehbar war. Sie konnten also über fast eine Stunde „ihre“ Büffel beobachten, wie sie die Weideswiesen in Besitz nahmen, wie der eine oder andere Baum dazu genutzt wurde, die Hörner blank zu reiben, wie auch die ein oder andere Kraftprobe in Sachen Rangfolge  schon erledigt wurde. Mit anderen Worten, die Büffel fühlten sich sofort „sauwohl“ und gingen zum Weidebetrieb über, kamen sogar nach einer kleinen Erkundungsrunde zurück und liefen auf das lange verweilende Publikum zu, als wollten sie jetzt noch einmal bewusst „Hallo“ sagen.

Gekrönt wurde der Rahmen für die Büffel mit der jetzt gut zu nutzenden und deshalb voll belegten Besucherplattform und den drei baumnistenden Storchfamilien direkt über den Köpfen der Wasserbüffel. Wenn da sogar ein Überflug eines Storches wegen Materialbeschaffung zum Nestbau zu beobachten war, dann war das Natur pur. Ein beindruckend schönes Panorama, direkt in Stadtnähe an der Autobahn.   

Kenner der Gegend, die schon länger nicht mehr in den Weideswiesen standen, fanden nur positive Aspekte über den Wandel dieses Gebietes von einer unwirtlichen Sumpflandschaft zu diesem durch das Naturschutzprojekt geschaffenen Kleinod an Erholungsraum für Mensch und Natur.

Für diese Artenvermehrung, die Störche sind bestes Beispiel dafür, können in einem solchen Gebiet nur Wasserbüffel sorgen, die dieses Schilfgras, das von Kühen nicht gefressen werden würde, kurz halten und somit kleineren Vertretern der Flora und Fauna Raum geben, sich anzusiedeln.

Allerdings haben so die jetzt anwesenden Störche auch ein sehr gut zu überblickendes Jagdgebiet. Günther Hunold, der Initiator des Projektes vom Hessischen Forstamt stellt aber fest: „Die Natur wird sich da selbst regulieren.“

So blieb bei dieser gelungenen Veranstaltung der Patin des Projektes von Seiten der Stadt, Erster Stadträtin Birgit Behr, auch nur, sich bei Marc Schilling und Bernd Lapp für die perfekten Sicherheitsvorkehrungen zu bedanken und bei Günther Hunold und Veit Leinberger für die inzwischen langjährige Kooperation in Sachen Umweltverbesserung, bei der sich für Erlensee eigentlich recht schnell ein Ausflugsziel mehr ergeben hat, das täglich von vielen Spaziergängern und Fahrradfahrern besucht wird.

Ein zufriedener Bürgermeister Stefan Erb kann da nur resumieren: „Schön, dass hier in Erlensee durch beste Kooperationsbereitschaft Jahr für Jahr eine Attraktion geboten werden kann, an der sich nicht nur wir Erlenseer, sondern viele Gäste aus nah und fern erfreuen können. Weiter so!“

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