Leben in Erlensee

40 Jahre Erlensee – Ein kleines Fest mit vielen Superlativen

Erschöpft, aber zufrieden und glücklich sahen die Organisatoren des Erlenseer Festes nach der Drei-Tage-Veranstaltung aus. Sie hatten allen Grund dazu: Tolles Wetter, tolle Atmosphäre, toller Besuch an allen Tagen und ein super Programm trugen dazu bei, dass die vielen Gäste relaxed, aber mit Begeisterung den 40. Geburtstag ihrer Stadt feiern konnten.

Klettern an der Kletterwand, Hüpfburg, Malkurse, Karussells und Leckereien für die Kleinen, immer unter Betreuung von geschultem Personal, standen neben geschichtlichen Informationen, Ausstellung von Sonderbriefmarken, heißen Motorrädern, Schachspielen, kulinarischen Genüssen und beschwingender Rock- und Popmusik für die Jung-Gebliebenen allen Alters.

Aber Erlensee wäre nicht Erlensee, wenn nicht wieder ein deutliches Zeichen der Völker- und Generationen-Einigkeit gesetzt worden wäre. Spielende Kinder waren genauso auf dem Platz wie Senioren mit Gehhilfen, Familien mit Kindern, auch „Bello“ wurde fleißig ausgeführt und durfte mit auf das Fest. Der neu geschaffene Rathausplatz hat durch seine einmalige Atmosphäre einen Topp-Rahmen geschaffen, der naturnah unter Bäumen und immer in Sichtweite des markanten Brunnens mit dem „E“, Menschen allen Alters und Nationen bei einem super Programm drei intensive, erlebnisreiche Tage bescherte. Dieses eindrucksvolle Beispiel von Toleranz, Gemütlichkeit und Professionalität hat alle Anwesenden, auch die Organisatoren, beeindruckt und wird durch die teilnehmenden Gäste den guten Namen Erlensees weit über die Stadtgrenzen hinaustragen.

Schon der Freitagabend brachte zur Eröffnung voll besetzte Bänke. Der Festbier-Anstich wurde umrahmt vom professionell vorgetragenen Liederkranz der „Sound Brothers“ der Chorgemeinschaft Erlensee. So konnte Bürgermeister Stefan Erb danach auch zufrieden alle Gäste begrüßen. Der Bieranstich wurde professionell durchgeführt von Bürgermeister Erb und dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Kurt Oehm. Niemand konnte auf die Idee kommen, dass hier in Wirklichkeit eine Premiere des Bürgermeisters in Sachen Fassanstechen stattfand. Diese Zeremonie war der Auftakt zu einem rockigen Abend.

So konnte die Erlenseer Nachwuchsband „Black Corner“ vor hunderten Besuchern ihr Können zeigen und überraschte und begeisterte viele mit ihrem gekonnten Auftritt Die bekannte und beliebte Party-Band „GINA“ nahm den Faden der Begeisterung nahtlos auf und verwöhnte das ausgelassene Publikum des späten Freitagabends mit Oldies in der lauen Sommernacht. Sogar der mitfeiernde, ewig-junge Hanauer Bandleader Jörn Rauser (Gründer und Frontsänger der Hanauer Rock'n'Roll-Kultband „The Twens“) ließ es sich nicht nehmen, mit einer Handvoll Hits aus einem vielseitigen Musikrepertoire der 50-er und 60-er Jahre und begleitet von „GINA“ die Stimmung anzuheizen.

Viele kamen, etwas übermüdet aber total zufrieden dann auch am Samstag wieder, das Wetter hatte sich gefangen und die ersten Sonnenstrahlen fielen auf das Markttreiben auf dem Rathausplatz. Alle konnten sich so mit Lebensmittel, Ökoprodukten und allerlei Haushaltsgeräten versorgen bis dann das erste Highlight des Tages um 11:00 Uhr zündete - die von Vielen erwartete Fundsachenversteigerung.
Professionell, von zwei Entertainern aus der Belegschaft der Stadt Erlensee, moderiert, Marc Schilling und Klaus Bodem, konnte manch einer, so bleibt zu hoffen, ein Schnäppchen mit nach Hause nehmen. Die musikalische Unterhaltung wurde am Nachmittag und Abend von der Erlenseer Oldie-Band „Root 60“ („Wir spielen die Rock- und Beat-Oldies der 60er Jahre“) und der Jugend-Band „Catch Up Fire“ (Ska-Punk-Musik) sichergestellt, bevor das Open-Air-Familienkino mit dem Film „Soul Kitchen“ diesen Tag beendete.

Der Sonntag startete wieder mit tollem Wetter und bis auf den letzten Platz besetzten Bänken. Wer allerdings eine langatmige Geschichte bei dem Ökumenischen Gottesdienst oder den Würdigungen und Ehrungen erwartet hatte, der wurde aufs angenehmste überrascht. Ein Gottesdienst mit gemeinsamer Predigt wurde von Pfarrerin Katrin Klöpfel und Pfarrer Jost Häfner (Evangelische Kirchenstadt Erlensee) sowie Pfarrer Günter Brennfleck (Katholische Kirchenstadt Christkönig) in weiten Teilen in Dialogform treffend gefeiert, aber immer mit einem zwinkernden Auge auf die letzten 40 Jahre Kirchengeschichte Erlensee eingehend. Dies alles geschah, ohne auch nur eine Sekunde die Einkehr und Reflexion der Teilnehmer zu verlieren.

Der Männerchor der Chorgemeinschaft Erlensee leitete mit musikalischen Beiträgen über zur „Akademischen Feier“. Auftakt waren nach der Festansprache von Bürgermeister Stefan Erb die Grußworte durch den Kreisbeigeordneten Dr. André Kavai. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Bernd Reuter und Landrat a. D. Karl Eyerkaufer stimmten in diese positive Bewertung ein. Die Zufriedenheit über eine gelungene und deutlich erkennbare Integration wurde von allen Rednern hervorgehoben. Ein einiges Erlensee, welches besticht durch mittlerweile ausgezeichnete Lebensqualität, vorbildlicher Krippen- und Kleinkinderbetreuung, dem Vorteil Hallenbad und, einzig in Hessen, dem „Familienbus“. Das neue Lebensgefühl unter dem Motto „Erlensee – einfach nahe liegend“ wird auch geprägt durch die „Neue Mitte“ mit dem Aushängeschild neuer Rathausplatz, welcher mit diesem Jubiläumsfest seine bisher größte Bewährungsprobe so hervorragend und zur Zufriedenheit aller Teilnehmer und Besucher bestanden hat.

Bürgermeister Maibach aus Bruchköbel gratulierte, auch im Namen aller Bürgermeisterkolleg/Innen des Altkreises Hanau, und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit in Sachen Konversion Fliegerhorst, hob an dieser Stelle die Wichtigkeit dieser Aufgabe hervor, deren Erfolg zukunftsweisend für beide Kommunen sein wird; Maibach überreichte einen Geburtstagsgruß in Form einer frisch gebackenen 40 Jahre-Brezel. Ein besonderes Präsent übergaben anschließend Stellvertretender Amtsdirektor Udo Krüger sowie Bürgermeister Ronald Melchert aus der Partnerstadt Amt Wusterwitz, die einen Gedenkstein aus ihrer Heimat für Bürgermeister Stefan Erb im Reisegepäck hatten. Bürgermeister Erb sicherte den Freunden aus der Partnerstadt einen Ehrenplatz für diesen Stein in Erlensee zu. Frau Wilma Farnworth vom Freundeskreis Biggleswade überbrachte abschließend die Grüße von Bürgermeisterin Wendy Smith von der zweiten Partnerstadt Erlensees und überreichte Stefan Erb symbolisch einen Gutschein für rote, englische Rosen, die die Stadt Erlensee gemeinsam mit dem Wusterwitzer Gedenkstein pflanzen wird.

Unterstützung bei den folgenden Ehrungen bekam der Erlenseer Bürgermeister von langjährigen politischen Weggefährten Erlensees, Landrat a. D. Karl Eyerkaufer und Bundestagsabgeordneter a. D. Bernd Reuter. Geehrt wurden die ehemaligen Mandatsträger der Stadtn Langendiebach und Rückingen der Jahre 1969/70, die damals die zukunftsweisenden Beschlüsse fassten: Gerhard Heitzenröder, Heinrich Wilhelm Hixt, Herbert Krug, Heinrich Kurz, Karl Heinrich Preis, Georg Sippl, Heinz Traxel, Karlfred Völker und Peter Weidert, sowie das erste in Erlensee geborene Kind, Herr Olaf Gunkel. Ein weiterer musikalischer Höhepunkt bildete den Ausklang des Sonntags und des ganzen Jubiläumsfestes: Das Blasorchester der Niedergründauer Musik- und Vogelschutzvereinigung zeigte am Nachmittag, wie professionell Volksmusik mit modernen Musical-Melodien kombiniert werden können, ließ es mit 40 Musikern noch einmal zünftig krachen und verabschiedeten so ein vollauf zufriedenes Publikum.

So blieb Bürgermeister Stefan Erb am späten Sonntag-Nachmittag auch nur, sich bei allen sichtlich erschöpften aber zufriedenen Machern für deren Einsatz und Leistung zu bedanken und bei allen Gästen, vom Krippenalter bis zu den Einwohnern des benachbarten Seniorenheimes, allen Familien und Organisationen, für die gute Laune, die sie auf das Fest mitgebracht haben, die letztendlich die angenehme, sympathische und harmonische Stimmung gewährleistete.

So war jeder zufrieden: Die, die das Fest möglich machten, der „Ausschuss 40 Jahre Erlensee“, Vereine, Verbände und Sponsoren, sowie Bedienstete der Stadt, die alle hart gearbeitet haben, waren froh, einen solchen Rahmen geboten zu haben. Die „Ureinwohner“, die schon immer in Erlensee wohnen, konnten sich freuen über drei fantastische Tage, dann Neubürgerinnen und Neubürger, die nun mehr denn je zuvor sicher sein können, die richtige Entscheidung getroffen zu haben und schließlich alle diejenigen, die sich noch nicht für einen neuen Wohn- und Lebensraum entschieden haben; sie werden in Erlensee nach einem schönen Bauplatz Ausschau halten oder eine der wenigen noch freien Immobilien in Erlensee erwerben.

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