Familienbus fährt ab Februar 2010 für alle Erlenseer und ihre Gäste

Am 12. Januar diesen Jahres wurde im Rathaus Erlensee das Pilotprojekt „Familien-Bus Erlensee“ von den Organisatoren dieses Programms, dem Main-Kinzig Kreis, der Kreisverkehrsgesellschaft, den beteiligten Busunternehmern sowie der Stadt Erlensee den etwa vierzig anwesenden Bürgern, Mitgliedern des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung sowie weiterer Vertreter von Seniorenverbänden und Vereinen, vorgestellt.

 

Eingesetzt wurde ein relativ kleines, sehr wendiges Fahrzeug mit 12 Sitzplätzen, 7 Stehplätzen und einem Platz für einen Behindertenrollstuhl, das auch in alten Ortskernen und schmalen Wohnstraßen verkehren kann. Das System wird bisher in Deutschland nur zweimal betrieben.

Die Stadt unterstützt dieses Programm mit günstigen Fahrpreisen:

Die Einzelfahrt kostet 1 Euro, eine Tageskarte nur € 2,50! Zeitkarten-Inhaber (Wochen- und Monatskarten, Jobtickets und Schülerzeitkarten) fahren kostenlos, genauso wie behinderte Menschen, die das Beiblatt mit Wertmarke zum Schwerbehindertenausweis des Versorgungsamts vorzeigen.

Der für die leichte Mitnahme von Behindertenrollstühlen, Kinderwagen und Rollatoren gebaute Minibus (Bild) verbindet auf dem wie eine „8“ konzipierten Liniennetz mehr als 30, zum großen Teil neue Haltepunkte, in Erlensee miteinander, so dass sowohl die praktische Benutzung als auch die fußläufige Erreichbarkeit des Familienbusses in der Tat eine wesentliche Verbesserung zum bisher Angebotenen darstellt. Der Bus ist so konstruiert, dass Ein- und Ausstieg praktisch überall barrierefrei erfolgen kann und nicht auf kostspielige Haltestellenumbauten angewiesen ist. Die Familienbus-Haltestellen in der Nähe von Schulen und Kindertagesstätten, Seniorenwohnungen, Bürgerhäusern, Einkaufsmöglichkeiten und an einigen überörtlichen Bushaltestellen werden montags bis freitags zehnmal pro Tag im Linienverkehr angefahren.

Der Behindertenbeauftragte der Stadt Erlensee, Alfred Bodis, zur Einführung des Pilotprojekts: „Eine großartige Einrichtung für unsere Kommune! Mit diesem praktischen Transportsystem können alle Altersgruppen, vor allem aber viele ältere sowie behinderte Mitbürger, auf einfachste Weise Mobilität erlangen und durch die große Anzahl an Haltestellen fast alle Einrichtungen und Plätze im Ort bequem und kostengünstig erreichen. Ich würde mir wünschen, dass dieses Pilotprojekt von allen Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen und sich in seiner besonderen Form durchsetzen und damit ein voller Erfolg wird.“

Bürgermeister Stefan Erb sieht ebenfalls nur Vorteile: „Unsere Stadt entwickelte und entwickelt sich durch engagierte Mitarbeiter und die enge Zusammenarbeit mit anderen Behörden in Qualitätssprüngen hin in Richtung eines immer idealeren Bürgerservices. Mit diesem Projekt wird der Kreis geschlossen: Viele Senioren und Familien mit Kleinkindern, die sich für Erlensee entschieden haben und genügend KiTa-Plätze oder Seniorenmodelle zum Wohnen vorfanden, bekommen nun auch die für eine Kommune optimale Mobilität angeboten. Außerdem kann der eine oder andere so vielleicht auf die Fahrt mit einem Zweitwagen verzichten oder diesen sogar entbehren, was Ressourcen und Umwelt schont.“